Mehr netto vom brutto? Das hatten wir doch schon mal. Stimmt. Und hier kommen vier weitere Beispiele, wie Sie Ihren Mitarbeitern Gutes tun können, ohne dass dies zwingend versteuert werden muss. Natürlich gibt es auch dabei einiges zu beachten, um nicht in die Lohnsteuerfalle zu geraten. Vor allem, was jeweils die Höhe der Zuwendungen angeht.

Der Personalrabatt

Ganz schön praktisch: Sie betreiben ein Bettenfachgeschäft oder ein Modegeschäft und Ihre Mitarbeiter können bei Ihnen günstig einkaufen. Geht, überhaupt kein Problem. Aber wer hier keine Lohnsteuer zahlen möchte, muss gut sein in Prozentrechnung und ein bisschen planen. Denn die Freigrenze liegt bei 1080 Euro im Jahr. Was bedeutet das nun? Ich mache mal ein Beispiel. Zunächst werden als Warenwert inklusive Mehrwertsteuer 96 Prozent des Endpreises angenommen. Nehmen wir eine schicke Hose. Die würde für den Mitarbeiter dann statt mit 100 Euro mit 96 Euro angesetzt. Davon gewähren Sie ihm 20 Prozent Rabatt, bleiben also noch 76,80 Euro. Sein geldwerter Vorteil beträgt damit 19,20 Euro. Und jetzt? Könnte der Mitarbeiter bei Ihnen eine Menge Hosen pro Jahr kaufen. Denn erst wenn er von Januar bis Dezember mehr als 1.080 Euro auf diese Weise einspart, müsste das versteuert werden. Wenn Sie ihm statt der Hose aber als Bettenfachhändler ein gesamtes Bettensystem verkaufen, kann es natürlich sein, dass der Mitarbeiter schon bei nur einem Kauf an diese Grenze stößt.

Die Gesundheitsförderung

Sie möchten, dass Ihre Mitarbeiter gesund, fit und leistungsfähig sind. Dann … tragen Sie doch einfach selbst dazu bei. Vom Pilates-Kurs bis zur Massage gibt es die verschiedensten Programme und Angebote, um den Gesundheitszustand der Mitarbeiter zu verbessern. Wichtig: Es geht hierbei nicht darum, den örtlichen Fußballclub zu sponsern (was Sie natürlich auch tun können), sondern um betriebliche Interessen. Sprich: Das Gesundheitsprogramm, das Sie fördern, dient dazu, dass Ihre Mitarbeiter für die Arbeit bei Ihnen gesund und fit bleiben. Das dürfen Sie sich im Jahr bis zu 500 Euro kosten lassen, ohne das versteuern zu müssen.

Mahlzeit!

Längst nicht jedes Unternehmen hat eine Kantine. Es ist also Usus, dass Mitarbeiter in der Pause zum Supermarkt oder Italiener an der Ecke gehen. Das geht auf Dauer ins Geld. Hier wiederum können Sie den Mitarbeitern entgegenkommen – mit dem Restaurantscheck. Das ist ein Essenszuschuss, komplett bargeldlos, in Form eines kleinen Papierzettels mit einem Barcode drauf. Der kann dann beim Bäcker oder im Supermarkt eingelöst werden. Mit bis zu 6,10 Euro dürfen Sie als Arbeitgeber jede Mahlzeit des Mitarbeiters bezuschussen. Beachten Sie bitte nur: Für den Arbeitnehmer ist das ein Sachbezug.

Umzug!

Da ist sie, Ihre Wunschmitarbeiterin. Und um Ihr Team ab jetzt zu verstärken, ist sie vor kurzem sogar in Ihre Stadt gezogen. War ein ganz schöner Akt, dieser Umzug. Das Schöne ist: Da sie ja aus beruflichen Gründen umgezogen ist, um nahe bei der Firma zu wohnen, können Sie ihr die Umzugskosten ersetzen – steuerfrei. Zum Beispiel für die Spedition, die Maklergebühren oder auch die Mietentschädigungen. Darüber hinaus können Sie eine Umzugskostenpauschale gewähren, die übrigens bei den sonstigen Umzugsauslagen geltend gemacht wird. Natürlich, Sie ahnen es, gibt es auch hierbei wieder Bemessungsgrenzen zu beachten. Für Ledige sind das 730 Euro, für Verheiratete 1460 Euro.